Donnerstag, 16. August 2012
Die Wellenreiter
Das Leben ist wie der Surfsport. Obwohl der eigentlich bodenständige Erdbewohner natürlich nicht in die weiten und wilden Gewässer der Meere, Flüsse und Seen gehört, sondern auf den Boden der ruhigen und festen Muttererde, ist es trotzdem ein einigermaßen hinreichender Vergleich. Lächerlich, jedoch schmackhaft.
Die Person ist der Mensch. Das Brett ist das Leben, das es zu befahren gilt, wie die sieben sündhaften Weltmeere. Das Meer, die Welt. Der Wind ist, das Schicksal. Und die Wellen sind, in schwerer Anmut dahingleitende, Möglichkeiten. Manche sind kleinere, sanftere; andere wiederum sind größer, mutiger, tödlicher, die wenn es gelingt sie zu befahren, einen Menschen weit und gerne tragen, solange bis sie keine Kraft mehr haben und hochmütig, aber zufrieden, mit dem Geräusch eines vor Schmerzen schwer seufzenden Wesens, aus dem Meere scheiden. Der Mensch hat also die Aufgabe, die ankommenden Möglichkeiten so zu meistern, dass sie ihm nützen, ihn voranbringen, und ihn stärken. Jede Möglichkeit ist zugleich Erfahrung. Jede zu hastig, oder nicht willig genug genommene, verfehlte Welle, eine verpasste Chance. Jeder Fehler, gleichzeitig Lernen.
Es gibt aber auch die Zeiten, da kommt nicht ein einziges Wellchen an. Eine Flaute hat eingesetzt. Jetzt gilt es, sie zu suchen. Man muss selber aktiv werden, um neue Wellenhorte zu finden, um den Anschluss an das Leben nicht zu verlieren. Anstrengung ist gefragt, Arbeit und Aufopferung.
Erfahrene Wellenreiter wissen, wo sie suchen müssen. Für sie kann eine Übergangswelle, die sie zur nächsten größeren Möglichkeit befördert, eine schön gesungene Arie, ein wahrhaftiges Gemälde, ein Kraftgebender Spaziergang, ein Anregendes Buch, ein tiefsinniges Gespräch, ein Stündchen im Grünen mit Freunden oder anderes, für jeden hat ja etwas bestimmtes eine persönlich Bedeutung, sein.
Die jungen und jüngeren unter ihnen müssen allerdings erst lernen, woraus sie Kraft schöpfen können, eine sogenannte Übergangswelle finden werden. Dieses Lernen ist ein Spiel mit sich und dem Leben, in der Welt. Da gibt es mutigere, kräftigere, furchtlosere, die schnell mit ihrem Brett umgehen lernen. Die sich gut anpassen können und die ein scheinbar endlos reichendes Talent für diesen Sport besitzen. Und es gibt die anderen schüchterneren, langsameren, vorsichtigeren, die erst allmählich sich an dem Spaß erfreuen, dass Leben zu erobern. Aber auch diese finden einen Weg, durch ihre Erfahrungen bereichert und wissend, sich immer wieder neue Möglichkeiten zu ergattern.
Und wenn sich der Wind und das Meer einmal ganz von ihrer zornigen Seiten zeigen, ihre Macht über uns winzigen Wellenreiter demonstrieren wollen und keine einzige Welle zu uns durchkommen lassen, oder einzig zu große und mächtige, hoch wie Bäume, die nur wenige ausgesuchte, vereinzelt einzigartige unter uns Milliarden zu befahren ernannt sind, dann müssen wir uns zusammentun. Wir müssen einander helfen, uns stützen, die Hand reichen, Erfahrungen austauschen, erlernte Geschicklichkeiten weitergeben, und uns zuhören. So können wir das Leben meistern. So sind wir in der Lage uns regierten, selbst eine Art von Eigenregie beizubringen. So Leben wir! Immer fließend, immer in Bewegung, immer treibend, immer auf der Suche - und nie wissend, wo es uns hinführen wird.
Donnerstag, 26. Juli 2012
Bittersweet
Lilienweiß ist die Farbe.
Eine Linie, eine Narbe?
Egal.
Hauptsache der Strich.
Zieht mich.
Ich atme nicht, ich hechle.
Ich denke nicht, ich lächle.
Ich zieh es rein, so tief es geht.
Es wird bald kühl, ein Windchen weht.
Mein Kopf klart auf.
Bin ich schon drauf?
Ne.
Also, weiter machen.
Die nächste muss krachen.
Das Pulver pulsiert in meinen Adern.
Der Mund trocken und dennoch aktiv.
Ich kann nicht denken, mein Herz rast.
Mein Körper wie Taub, die Zunge schon ab.
Gesprächsfetzen gleiten geringschätzig grimmig.
Wachsamer Wachhund winselt weinerlich.
Zeitlos.
Bald biegen bröcklige Bretter.
Toter Truthahn tanzt Tango.
Ich bin erregt von Platten.
Bin wie eingelegt in Watten.
Ich lasse schweben, gleiten.
Mein Körper in Weiten.
Schon graut’s entfernt.
Was hast gelernt?
Nichts.
Der.
Kick.
Fehlt.
Also noch mal von vorn.
Hol ihn raus, den Dorn.
Steck ihn rein, ganz tief.
Und jetzt, jetzt schnief.
Kein zucken mehr, kein wehen.
Das Herzlein, so bleibts stehen.
Schmerzt’s?
So liegt es da im weißen Schnee.
Und tut schon lange nicht mehr Weh.
Nur Blut fliest aus.
Und tropft auf des weißen Pulvers Gebeine.
Und noch ists hässlich kraus.
Doch nicht lange, denn was bleibt, dass ist das Reine.
Eine Linie, eine Narbe?
Egal.
Hauptsache der Strich.
Zieht mich.
Ich atme nicht, ich hechle.
Ich denke nicht, ich lächle.
Ich zieh es rein, so tief es geht.
Es wird bald kühl, ein Windchen weht.
Mein Kopf klart auf.
Bin ich schon drauf?
Ne.
Also, weiter machen.
Die nächste muss krachen.
Das Pulver pulsiert in meinen Adern.
Der Mund trocken und dennoch aktiv.
Ich kann nicht denken, mein Herz rast.
Mein Körper wie Taub, die Zunge schon ab.
Gesprächsfetzen gleiten geringschätzig grimmig.
Wachsamer Wachhund winselt weinerlich.
Zeitlos.
Bald biegen bröcklige Bretter.
Toter Truthahn tanzt Tango.
Ich bin erregt von Platten.
Bin wie eingelegt in Watten.
Ich lasse schweben, gleiten.
Mein Körper in Weiten.
Schon graut’s entfernt.
Was hast gelernt?
Nichts.
Der.
Kick.
Fehlt.
Also noch mal von vorn.
Hol ihn raus, den Dorn.
Steck ihn rein, ganz tief.
Und jetzt, jetzt schnief.
Kein zucken mehr, kein wehen.
Das Herzlein, so bleibts stehen.
Schmerzt’s?
So liegt es da im weißen Schnee.
Und tut schon lange nicht mehr Weh.
Nur Blut fliest aus.
Und tropft auf des weißen Pulvers Gebeine.
Und noch ists hässlich kraus.
Doch nicht lange, denn was bleibt, dass ist das Reine.
Donnerstag, 24. Mai 2012
Das Hoffnungspflänzlein
Ein Hoffnungspflänzlein ist gediehen, gewachsen, gereift und wurde schließlich zur Blume, die nun frei in ihrer Welt steht und sich an ihrem ebenfalls gedeihenden Umfeld erfreut; obschon sie weiß, dass sie innerlich nicht die gleiche Kraft besitzt, wie sie sie von außen scheinbar besitzt, und dass ihre Wurzeln schon bei ihrer Geburt welkten und sie, sobald sie in altes Umfeld zurückkehren wird, zusammenfallen und den Tod des Phönix sterben wird, dies jedoch mit Freuden tun wird und alsdann ihre Asche mit dem Schleier des Vergessens überdecken wird; allerdings zuerst ihr Leben, die Zeugung inbegriffen!, verarbeiten wird, um aus dem augenscheinlichen Schaden, einen Vorteil, eine Lehre, eine Weisheit auszugraben, um nicht das schlimmstmögliche bekennen zu müssen, nämlich, dass alles umsonst war, denn das war es nicht, und das ist vielleicht ein Ding, das ihm die Kraft des Weitermachens gegeben hat und das ihm den Mut gibt, nichts zu verfluchen, was es nicht verdient hätte.
So ist’s im Moment um mich bestellt und nichts wiegt schwerer, kein Traum wirkt schöner, kein Gedanke erfüllender, als die Liebsten wieder in die Arme zu schließen. Und das sei nicht negativ verstanden, bitte, nein! Im Gegenteil meine lieben, dies gibt mir die Kraft und schenkt mir die Geduld das zu Ende zu führen, was ich anfing. Die Angst des Scheiterns, zerfraß mich von Anfang an um ein vielfaches mehr, als das leichte, subtile Ziehen der Sehnsucht, des Wiederhabenwollens. Das liebgewonnene Alte auszuscheiden, gleichzeitig das Neue zu verdauen und liebzugewinnen war wohl die schwierigste Aufgabe meines bisherigen Lebens.
Es ward leicht sich alles vorzustellen, zu erträumen; schwieriger war es, das sich vorgestellte durchzuleben, und am allerschwierigsten ist es, diese beiden Oppositionen, Illusion und Wirklichkeit, zu einen, zu einem Ganzen zusammenzuschweißen. Durch Nachdenken, Reflexion und Geduld gelingt dies vielleicht in ferner Zukunft und schenkt mir ein Lächeln, wenn ich sagen kann: „Ach je, so habe ich früher gedacht, gehandelt, gefühlt! So klein war mein Geist, so schmalspurig die Autobahn meiner Gedankenstränge, so verhärtet meine Seele. Zum Glück lernt ein jeder die gemachten Fehler zu vergessen und zu verarbeiten, um neue, strahlendere Eigenschaften auszugraben, um damit der Vollendung ein Schritt näher zu rücken“.
Fehler sind wie Steine auf einem Weg, die man aufhebt, sie in der Hand drehend, über sie nachdenkend anschaut und sie dann wieder zur Erde bettet um sie hinter sich zu lassen. Fehler sind die Erdkörnchen im Blumenbeet, die man umgraben muss, damit neue Knospen sprießen können; sobald man dies nicht tut, die Erde festtrampelt, kann keine Blume mehr wachsen, kein Kräuterchen gedeihen.
In Gedanken muss man pflegen was man tat, man muss liebhaben wer man war, nur so pflückt man die Früchte seiner Fehler mit Freude, bevor sie von selbst faulend fallen und vergehen.
Vergänglich ist der Mensch. Vergänglich ist das Tier. Vergänglich sind Gras und Wald. Vergänglich ist die Welt?
Alles ist Veränderung. Ist Wandel. Ist Geben und Nehmen. Einatmen, ausatmen. Verzweifeln und Hoffen. Ist Liebe. Ist Hass.
Kann einer fassen was Ewigkeit ist? Was ist ewig? Gibt es Vollendung für uns Menschen? Wie sieht sie aus?
Vollendet ist die Schöpfung. Vollendet ist die Welt. Wir Menschen sind auf dem Weg dorthin, in die Ewigkeit. Voll Unwissenheit.
Voll Leid.
Voll Hoffnung.
Voll Liebe.
Sterbend.
So ist’s im Moment um mich bestellt und nichts wiegt schwerer, kein Traum wirkt schöner, kein Gedanke erfüllender, als die Liebsten wieder in die Arme zu schließen. Und das sei nicht negativ verstanden, bitte, nein! Im Gegenteil meine lieben, dies gibt mir die Kraft und schenkt mir die Geduld das zu Ende zu führen, was ich anfing. Die Angst des Scheiterns, zerfraß mich von Anfang an um ein vielfaches mehr, als das leichte, subtile Ziehen der Sehnsucht, des Wiederhabenwollens. Das liebgewonnene Alte auszuscheiden, gleichzeitig das Neue zu verdauen und liebzugewinnen war wohl die schwierigste Aufgabe meines bisherigen Lebens.
Es ward leicht sich alles vorzustellen, zu erträumen; schwieriger war es, das sich vorgestellte durchzuleben, und am allerschwierigsten ist es, diese beiden Oppositionen, Illusion und Wirklichkeit, zu einen, zu einem Ganzen zusammenzuschweißen. Durch Nachdenken, Reflexion und Geduld gelingt dies vielleicht in ferner Zukunft und schenkt mir ein Lächeln, wenn ich sagen kann: „Ach je, so habe ich früher gedacht, gehandelt, gefühlt! So klein war mein Geist, so schmalspurig die Autobahn meiner Gedankenstränge, so verhärtet meine Seele. Zum Glück lernt ein jeder die gemachten Fehler zu vergessen und zu verarbeiten, um neue, strahlendere Eigenschaften auszugraben, um damit der Vollendung ein Schritt näher zu rücken“.
Fehler sind wie Steine auf einem Weg, die man aufhebt, sie in der Hand drehend, über sie nachdenkend anschaut und sie dann wieder zur Erde bettet um sie hinter sich zu lassen. Fehler sind die Erdkörnchen im Blumenbeet, die man umgraben muss, damit neue Knospen sprießen können; sobald man dies nicht tut, die Erde festtrampelt, kann keine Blume mehr wachsen, kein Kräuterchen gedeihen.
In Gedanken muss man pflegen was man tat, man muss liebhaben wer man war, nur so pflückt man die Früchte seiner Fehler mit Freude, bevor sie von selbst faulend fallen und vergehen.
Vergänglich ist der Mensch. Vergänglich ist das Tier. Vergänglich sind Gras und Wald. Vergänglich ist die Welt?
Alles ist Veränderung. Ist Wandel. Ist Geben und Nehmen. Einatmen, ausatmen. Verzweifeln und Hoffen. Ist Liebe. Ist Hass.
Kann einer fassen was Ewigkeit ist? Was ist ewig? Gibt es Vollendung für uns Menschen? Wie sieht sie aus?
Vollendet ist die Schöpfung. Vollendet ist die Welt. Wir Menschen sind auf dem Weg dorthin, in die Ewigkeit. Voll Unwissenheit.
Voll Leid.
Voll Hoffnung.
Voll Liebe.
Sterbend.
Donnerstag, 3. Mai 2012
Texte - Nein! Fotografien - Ja!
Liebe Leute,
Verzeiht mir bitte! Ich schaffe es nicht meine Kreativitätschleuder anzuschmeißen, so dass etwas vernünftiges bei rauskommt. Deswegen kommen jetzt, nach sorgfältiger Auswahl, einige Fotos. Es sind aus zwei Gründen so viele: 1. Hat meine Schwester schnell ihren Finger am Abzug! 2. Macht sie meiner Meinung so viele gute/schöne Dinge, dass ich mich garnicht entscheiden konnte!
Viel Spaß damit!!!
Verzeiht mir bitte! Ich schaffe es nicht meine Kreativitätschleuder anzuschmeißen, so dass etwas vernünftiges bei rauskommt. Deswegen kommen jetzt, nach sorgfältiger Auswahl, einige Fotos. Es sind aus zwei Gründen so viele: 1. Hat meine Schwester schnell ihren Finger am Abzug! 2. Macht sie meiner Meinung so viele gute/schöne Dinge, dass ich mich garnicht entscheiden konnte!
Viel Spaß damit!!!
Freitag, 16. März 2012
Freitag, 17. Februar 2012
Una poesía!
-La Vida
Vivir la vida con todas las cosas hermosas, es importante.
Sentir que la vida también tiene sus cosas feas, puede ser refrescante!
Todo es malo y bueno a la vez.
Siempre piensas en seguir adelante, y dices „ya pues!“
Dices que estas aquí con toda tu alma,
que vas a esperar, hasta que te calma -
la pasión de una mujer,
hasta que dices „si“, en vez de „a ver!“
Ya te fijaste y pareces feliz,
no olvidaste que vas a Paris,
para tener tu luna de miel,
para saber que vas a ser fiel,
aunque todavía no estas listo,
no sabías del riesgo,
de aceptar una nueva vida,
pero de repente eso solamente va ser la ida.
La vuelta dependería de tus decisiones,
si querrías lleva tus calzónes de colores,
para parecer no tan elegante,
porque al final todos queramos salir adelante.
Y como salimos adelante, pareciendo elegante,
cuando „parecer elegante“ debe ser el producto final de „salir adelante!“
El tema de la vida no es facil a entender,
ni es facil obtener,
todas las metas y suenos de un hombre,
por eso la gente te dieron un nombre,
a fin de recordar que tuvieres una vida larga,
y si no sale bien, sabes que moriras en una barca!
Vivir la vida con todas las cosas hermosas, es importante.
Sentir que la vida también tiene sus cosas feas, puede ser refrescante!
Todo es malo y bueno a la vez.
Siempre piensas en seguir adelante, y dices „ya pues!“
Dices que estas aquí con toda tu alma,
que vas a esperar, hasta que te calma -
la pasión de una mujer,
hasta que dices „si“, en vez de „a ver!“
Ya te fijaste y pareces feliz,
no olvidaste que vas a Paris,
para tener tu luna de miel,
para saber que vas a ser fiel,
aunque todavía no estas listo,
no sabías del riesgo,
de aceptar una nueva vida,
pero de repente eso solamente va ser la ida.
La vuelta dependería de tus decisiones,
si querrías lleva tus calzónes de colores,
para parecer no tan elegante,
porque al final todos queramos salir adelante.
Y como salimos adelante, pareciendo elegante,
cuando „parecer elegante“ debe ser el producto final de „salir adelante!“
El tema de la vida no es facil a entender,
ni es facil obtener,
todas las metas y suenos de un hombre,
por eso la gente te dieron un nombre,
a fin de recordar que tuvieres una vida larga,
y si no sale bien, sabes que moriras en una barca!
Dienstag, 14. Februar 2012
Sonntag, 29. Januar 2012
Der Menschheitsmensch
Lima der 24. – 29. Jan. 2012
Der Menschheitsmensch
Widmung
Für Mama und Papa Schwenk, die meine Phantasie angeregt haben.
Prolog
Es ist nichts in der Welt, als Hass.
Nichts als Liebe.
Nicht nur der Regen macht uns Nass,
Auch die Tränen, der Verstorbenen.
Ihre Seelen verdammen unsre Hiebe,
Und nennen uns, die Verdorbenen.
Teil Eins:
Mein Kopf ist voller Gedanken, ich möchte ihn leeren. Deshalb bring ich sie nicht auf die Banken, um sie zu vermehren, sondern tippe sie aus, und trage sie mit dieser Worddatei in die Welt hinaus. Manchmal frage ich mich, warum ich bis ans andere Ende der Welt fahren musste, um Erfahrungen zu machen, die bleiben. Aber vielleicht habe ich sie auch Daheim gemacht, und nur vergessen, mir ab und zu die Augen zu reiben, und sie freizulegen. Schon immer habe ich Erfahrungen gemacht, fürs Leben, doch nie daran gedacht, sie ihm zurück zu geben. Wahrscheinlich braucht es dazu den Abstand von Zuhause, von der Geborgenheit der sicheren Bleibe. Vielleicht, hielt ich sie mir auch deshalb vom Leibe. Aus Angst es könnte sich was ändern. Dabei verändert sich alles. Die Welt. Die Gesellschaft. Die Menschen. Und ich mich auch.
Ich wollte immer zu einer großen Persönlichkeit reifen, das war mein Ziel. Habe immer versucht nach den Sternen zu greifen, und nicht bemerkt, dass ich dabei auch fiel. Manchmal sehr tief, das waren dann Fehler, aus denen ich lernen musste. Aber immer wollte ich zurück. Der Weg zurück auf den Gipfel meiner, bis dahin gereiften, Persönlichkeit war jedes Mal lang und besteinig. Nie waren sich meine Seele und Geist über begangene Fehler einig. Über jeden dieser stolperte ich auf dem Weg nach oben drüber. Die Vernunft entschied dann und schickte sie ins Jenseits hinüber. Oder war es die Erfahrung?
Teil Zwei:
Als Weltenbürger bin ich geboren. Und trotzdem fühle ich mich hier oft ganz verloren. So weit weg von Zuhause, so weit weg von Gewohnheit und bekannter Kultur. Es scheint, als änderte sich hier sogar die Uhr. Es herrschen nicht nur ein anderes Zeitgefühl, sondern auch andere Gesetze. Ich fühle mich, als wäre ich in einem vorherigen Jahrhundert, und setze damit keine Kritik, sondern nur meine Gedanken frei.
Konservativismus. Machismos. Rassismus. Einschränkung der Liebesfreiheit. Das sind harte Worte. Und dennoch verschließen sie mir die Pforte, zum Weltverständnis, und öffnen sie zum Selbsteingeständnis: Ich bin kein liberaler Mensch. Ich bin gefangen in meinen Vorstellungen und Werten, so wie wir sie in unserem „zivilisierten“ Abendland ehrten. Ich bin voller Vorurteile und wenig offen für Neues. Ich schaue schnell auf altes zurück, und bereu es. Ich bereue es nicht aufzubegehren um die Welt zu bekehren. Ich habe kaum den Mut, die Welt zu verändern, und warum auch, es ist doch schon alles gut! Noch nie zuvor waren wir so reich wie heute. Und noch nie zuvor, gab es mehr ärmere Leute. Das sind die Fragen, die mir meine Gehirnhaut verbrennen. Sieht es denn keiner, wie lange wir schon in unser Verderben rennen?
Teil Drei:
Global vernetzt und einig wie nie, scheint Großes möglich zu sein. Doch ein jeder schaut nur auf sich selbst und wie er seinen Reichtum vermehren kann. Sich wertvolle Rohstoffe sichernd, fällt jeder auf die Fallen der Wirtschaft herein. Und die wenigen Klugen schreien die Mächtigen der Welt an. Ohne Erfolg. Man redet und lügt. Man führt Krieg und rügt diejenigen, die größere Kriege führen.
Es ist nicht leicht in solch einer Welt zu leben, in der die Reichen und die Wirtschaftsbosse, über allen anderen schweben.
Es ist nicht leicht, mit anzusehen, wie die Ambitionen der Menschen, vor die Hunde gehen.
Es ist nicht leicht, zu wissen, dass die Großen von oben, auf die Kleinen von unten pissen.
Es ist nicht leicht, zu verstehen, warum die Klugen, sich immer nach dem Fähnchen im Winde drehen.
Es ist auch nicht leicht, zu klagen, denn alles scheint unbegründet und ohne Beweis.
Vor allem aber, ist es nicht leicht, zu fragen, was zum Kuckuck soll der Ganze Scheiß?
Die Antworten werden auf sich warten lassen. Deshalb bin ich guten Mutes. Und versuche mir ins Herz zu fassen, es zu greifen und mich zu fragen, gibt es da draußen noch Gutes?
Teil Vier:
Ich bin viele Wege gegangen, in meinem kurzen Leben,
Hab mich immer gefragt, ob das der einzige Weg sein mag.
Nie war ich sicher, wie richtig meine Entscheidungen gewesen sind,
Immer war ich Stumm und Taub und Blind,
Für andere Pfade, ganz nach meiner obigen Klag’,
Dass zu selten ein Mensch, wird dem Menschheitsmenschen übergeben.
Epilog
Meine Gedanken waren schwer.
Nun schweben sie als Worte im Universum.
Mein Kopf ist jetzt leer.
Und dennoch kann ich sie fassen, auch verkehrt herum.
Alles was bleibt, ist die Vergangenheit und das Wort.
Es bahnt sich den Weg durch die Köpfe derer, die es hören wollen,
Und konstruiert einen Hort
Der Hoffnung.
Friede bringen die, die sich nicht wegdrollen,
Lassen,
Die vergessen haben, zu hassen,
Und wagen, neue Wege zu gehen.
Diejenigen wähnen sich glücklich, die im Regen stehen,
Die gegen den Strom schwimmen,
Auch wenn sie nicht zu schwimmen wissen.
Die den Mund auf machen, um zu schreien,
Auch wenn sie stumm sind.
Die zu gehen versuchen,
Auch wenn das Bein hinkt.
Die Ehrlichkeit, Bodenständigkeit und Strebsamkeit, als Tugenden verehren.
Die noch an ihrer Winterration zehren,
Auch wenn schon Sommer ist und sie fressen könnten,
Aber sie wissen, dass sie damit nur die Welt zerstören.
Also lassen sie es und lauschen den Chören,
Der Vernunft.
Die damit beginnt, ihre Gedanken auszuschütten.
Um die Welt, wach zu rütteln.
Der Menschheitsmensch
Widmung
Für Mama und Papa Schwenk, die meine Phantasie angeregt haben.
Prolog
Es ist nichts in der Welt, als Hass.
Nichts als Liebe.
Nicht nur der Regen macht uns Nass,
Auch die Tränen, der Verstorbenen.
Ihre Seelen verdammen unsre Hiebe,
Und nennen uns, die Verdorbenen.
Teil Eins:
Mein Kopf ist voller Gedanken, ich möchte ihn leeren. Deshalb bring ich sie nicht auf die Banken, um sie zu vermehren, sondern tippe sie aus, und trage sie mit dieser Worddatei in die Welt hinaus. Manchmal frage ich mich, warum ich bis ans andere Ende der Welt fahren musste, um Erfahrungen zu machen, die bleiben. Aber vielleicht habe ich sie auch Daheim gemacht, und nur vergessen, mir ab und zu die Augen zu reiben, und sie freizulegen. Schon immer habe ich Erfahrungen gemacht, fürs Leben, doch nie daran gedacht, sie ihm zurück zu geben. Wahrscheinlich braucht es dazu den Abstand von Zuhause, von der Geborgenheit der sicheren Bleibe. Vielleicht, hielt ich sie mir auch deshalb vom Leibe. Aus Angst es könnte sich was ändern. Dabei verändert sich alles. Die Welt. Die Gesellschaft. Die Menschen. Und ich mich auch.
Ich wollte immer zu einer großen Persönlichkeit reifen, das war mein Ziel. Habe immer versucht nach den Sternen zu greifen, und nicht bemerkt, dass ich dabei auch fiel. Manchmal sehr tief, das waren dann Fehler, aus denen ich lernen musste. Aber immer wollte ich zurück. Der Weg zurück auf den Gipfel meiner, bis dahin gereiften, Persönlichkeit war jedes Mal lang und besteinig. Nie waren sich meine Seele und Geist über begangene Fehler einig. Über jeden dieser stolperte ich auf dem Weg nach oben drüber. Die Vernunft entschied dann und schickte sie ins Jenseits hinüber. Oder war es die Erfahrung?
Teil Zwei:
Als Weltenbürger bin ich geboren. Und trotzdem fühle ich mich hier oft ganz verloren. So weit weg von Zuhause, so weit weg von Gewohnheit und bekannter Kultur. Es scheint, als änderte sich hier sogar die Uhr. Es herrschen nicht nur ein anderes Zeitgefühl, sondern auch andere Gesetze. Ich fühle mich, als wäre ich in einem vorherigen Jahrhundert, und setze damit keine Kritik, sondern nur meine Gedanken frei.
Konservativismus. Machismos. Rassismus. Einschränkung der Liebesfreiheit. Das sind harte Worte. Und dennoch verschließen sie mir die Pforte, zum Weltverständnis, und öffnen sie zum Selbsteingeständnis: Ich bin kein liberaler Mensch. Ich bin gefangen in meinen Vorstellungen und Werten, so wie wir sie in unserem „zivilisierten“ Abendland ehrten. Ich bin voller Vorurteile und wenig offen für Neues. Ich schaue schnell auf altes zurück, und bereu es. Ich bereue es nicht aufzubegehren um die Welt zu bekehren. Ich habe kaum den Mut, die Welt zu verändern, und warum auch, es ist doch schon alles gut! Noch nie zuvor waren wir so reich wie heute. Und noch nie zuvor, gab es mehr ärmere Leute. Das sind die Fragen, die mir meine Gehirnhaut verbrennen. Sieht es denn keiner, wie lange wir schon in unser Verderben rennen?
Teil Drei:
Global vernetzt und einig wie nie, scheint Großes möglich zu sein. Doch ein jeder schaut nur auf sich selbst und wie er seinen Reichtum vermehren kann. Sich wertvolle Rohstoffe sichernd, fällt jeder auf die Fallen der Wirtschaft herein. Und die wenigen Klugen schreien die Mächtigen der Welt an. Ohne Erfolg. Man redet und lügt. Man führt Krieg und rügt diejenigen, die größere Kriege führen.
Es ist nicht leicht in solch einer Welt zu leben, in der die Reichen und die Wirtschaftsbosse, über allen anderen schweben.
Es ist nicht leicht, mit anzusehen, wie die Ambitionen der Menschen, vor die Hunde gehen.
Es ist nicht leicht, zu wissen, dass die Großen von oben, auf die Kleinen von unten pissen.
Es ist nicht leicht, zu verstehen, warum die Klugen, sich immer nach dem Fähnchen im Winde drehen.
Es ist auch nicht leicht, zu klagen, denn alles scheint unbegründet und ohne Beweis.
Vor allem aber, ist es nicht leicht, zu fragen, was zum Kuckuck soll der Ganze Scheiß?
Die Antworten werden auf sich warten lassen. Deshalb bin ich guten Mutes. Und versuche mir ins Herz zu fassen, es zu greifen und mich zu fragen, gibt es da draußen noch Gutes?
Teil Vier:
Ich bin viele Wege gegangen, in meinem kurzen Leben,
Hab mich immer gefragt, ob das der einzige Weg sein mag.
Nie war ich sicher, wie richtig meine Entscheidungen gewesen sind,
Immer war ich Stumm und Taub und Blind,
Für andere Pfade, ganz nach meiner obigen Klag’,
Dass zu selten ein Mensch, wird dem Menschheitsmenschen übergeben.
Epilog
Meine Gedanken waren schwer.
Nun schweben sie als Worte im Universum.
Mein Kopf ist jetzt leer.
Und dennoch kann ich sie fassen, auch verkehrt herum.
Alles was bleibt, ist die Vergangenheit und das Wort.
Es bahnt sich den Weg durch die Köpfe derer, die es hören wollen,
Und konstruiert einen Hort
Der Hoffnung.
Friede bringen die, die sich nicht wegdrollen,
Lassen,
Die vergessen haben, zu hassen,
Und wagen, neue Wege zu gehen.
Diejenigen wähnen sich glücklich, die im Regen stehen,
Die gegen den Strom schwimmen,
Auch wenn sie nicht zu schwimmen wissen.
Die den Mund auf machen, um zu schreien,
Auch wenn sie stumm sind.
Die zu gehen versuchen,
Auch wenn das Bein hinkt.
Die Ehrlichkeit, Bodenständigkeit und Strebsamkeit, als Tugenden verehren.
Die noch an ihrer Winterration zehren,
Auch wenn schon Sommer ist und sie fressen könnten,
Aber sie wissen, dass sie damit nur die Welt zerstören.
Also lassen sie es und lauschen den Chören,
Der Vernunft.
Die damit beginnt, ihre Gedanken auszuschütten.
Um die Welt, wach zu rütteln.
Sonntag, 15. Januar 2012
Die Dreifaltigkeit der Zeit
Der dicke Rauch der Zeit verflüchtigt sich niemals. Er bleibt dicht gedrängt im unendlichen Raum der Ewigkeit hängen. Dort im e’wgen Dunkeln schweben eng aneinander geschmiegt Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Zusammen mit Gefühlen, Gedanken und den Gebeinen der Ahnen längst vergangner Zeiten ruht darin der Geist jener, die Damals den Versuch – Leben - unternahmen. Die Nostalgie des verlebten verleiht dem Ort etwas Trauriges. Es herrscht Stille. Die Vergangenheit schweigt. Kaum einer lernt daraus, weswegen sie eine so dermaßen wichtige Rolle einnimmt. Das flüstern des Momentes ist es, dass dem Ganzem sein melancholisches Etwas stiehlt. Es flackert Leben in den hinteren Ecken dieses längst verrotteten Friedhofs. Eine Glut scheint entfacht, die Hitzewallungen in den verborgenen Seelen der Überlebenden auslöst. Eine weiße Rauchschwade in der hintersten Ecke dieser heiligen Unendlichkeit verleiht diesem Ort der Weißheit und Ruhe etwas Besonderes. Wie eine nicht aufzuhaltende Revolution, eilt die Nachricht von den Sterbenden zu den Lebenden. Eine nie dagewesene Aufregung und Neugier verbreitet sich in der erdrückenden Stille der für die Ewigkeit gefangenen Seelen. Das Wort macht die Runde. Eine für diesen Ort verbotene Vokabel. Sie rennt von Seel’ zu Geist, und zerreist - die Grenzen der Gesetze. Es beginnt ein Durcheinander. Der Anfang vom Ende. Die Vergangenheit spürt ein, das Herz zerschneidendes, Gefühl des Verlangens. Die Gegenwart eine, wie Feuer brennende, Bestätigung des Gesprochenen. Die Zukunft eine, wie Eis auf die Haut bindende, Angst des Verlustes. Es ist ein Frevel den Ruhenden gegenüber. Ein Aufschrei der Lebenden und ein lebendig gewordener Wunsch, der noch zu lebenden. Wie ein unerwünschter Eindringling schleicht er ohne Papiere über die Grenze und setzt einen, sofort keimenden, Gedanken in die Gehirne aller, dort unten im verdunstenden Rauch der Zeit, Verweilenden. Das weiße Rauchwölkchen schwebt langsam nach oben. Es öffnet eine Ritze in eine andere Galaxie der Zeit. Ein schmaler Lichtstreifen lässt die, in der Dunkelheit, Gefangenen aufblinzeln. Wie verdunstendes Wasser gen Himmel steigt, schweben diese, für das Leben geschaffenen dem Licht, nach oben, entgegen. Das Flüstern wird zum Tuscheln und endet in einem lauten Schrei nach Freiheit. Zwei der drei dort versammelten Arten von Seelen entscheiden sich zu fliehen. Sie fliehen vor der erstickenden Einsamkeit, des schon Geschehen; vor der erdrückenden Weisheit, des schon ein Mal gesehenen; vor der Kälte des Todes.
Die Zeit ist die vierte Dimension, des sich vorstellbaren. Dennoch gibt es nur drei verschiedene Arten der Zeit. Es ist eine Lüge, dass man alle drei Stufen durchlebt. Man er – lebt nur die Gegenwart, indem man den Moment lebt. Die Zukunft zu greifen, zu durchleben im wörtlichsten Sinne ist ebenso unmöglich wie die Vergangenheit rückgängig zu machen, Geschehenes zu wiederholen oder Durch - Lebtes aus dem Schleier des Todes zu bergen. Es ist das einfachste Gesetz der Zeit: Man lebt im Jetzt. Dieses Gebot, verleiht der Zeit ihre vierte Dimension. Es ist der Moment, der der Zeit ihr fehlendes Element zuerteilt. Die Gegenwart, das zweite Element, kann überall und alles sein, allein der Moment ist das feine Detail, das nur das Ich erlebt. Er ist die besondere Note, die einem im Jetzt den nötigen Halt gibt, dass dem einsam, leidenden Ich das Leben nicht aus der Hand gleitet.
Auch der Moment erscheint im Dreierpack; seine beiden Brüder sind die Erinnerung und der Traum. Die Erinnerung schenkt einem Bilder, Gefühle und Gedanken der Vergangenheit. Auch die Erinnerung kann Kraft geben, ist jedoch immer von einer Trauer, des längst verlorenem überschattet. Selbst Träume von einer glücklichen und spannenden, Erfolg versprechenden Zukunft lassen einen auf besseres hoffen und somit glücklich erscheinen, bleiben jedoch von der ständigen Angst des Unerreichbaren im unantastbaren Nebel der Zeit verborgen.
Die in den zweiten Raum fliehenden Seelen, wähnen sich glücklich, während sie das Leben riechen, nicht wissend, dass sie eines unbestimmten Tages, an den verfluchten Ort, der Verlassenheit zurückkehren müssen, dem sie soeben, voller Vorfreude auf das ihnen bevorstehende, entschwebten. Alles endet in der stillen Toten Kammer der verhassten und doch so wertvollen, längst vergessenen Vergangenheit.
Die Welt wäre nicht so, wie sie Heute ist, hätte die Menschheit nicht aus der Vergangenheit gelernt und rationale sowie zukunftsorientierte Rückschlüsse gezogen!
Dieser zweite Raum der Zeit ist Licht durchflutet. Überall ist Leben. Warme Bilder voller Schönheit und Lust bilden eine, ebenfalls unendlich erscheinende, Galerie des gerade erlebten. Ein wunderbares Durcheinander voller Glück, Trauer, Verlangen und Gefühltem. Man findet wenig Weisheit, eher Spontaneität und Lebenswille. Es werden Fehler gemacht. Es wird gestritten. Es wird sich geliebt, so verzweifelt, als gebe es keinen Morgen. Die Dummen versuchen krampfhaft den Moment festzuhalten, einzufangen. Die Klugen leben ihn, genießen ihn mit all seinen Vorzügen und Nachteilen. Der Moment ist allgegenwärtig. Das einzige Gesetz. Auch das ist einengend. Mancher ist unzufrieden. Träumt von einer besseren Welt. Einer formuliert eine Utopie. Seine Seele wird verhaftet. In die Zukunft seiner formulierten Utopie verbannt. Andere wollen folgen. Sie sehnen sich nach der Freiheit, ihre Träume so ausleben zu können wie sie es wollen. Eine Wolke durchsichtigen Rauches, des noch zu erlebenden schwebt, von niemandem aufgehalten, durch gläserne Scheiben, dem letzten Raum entgegen. Wie man das Eiweiß vom Eigelb trennt, so trennt sich jetzt also die Zukunft von der Gegenwart. Sie schnellt über die Köpfe derer, die noch im Begriff sind, den Moment zu feiern, hinweg in ihre wirkliche Zugehörigkeit; der grenzenlosen und unermesslichen Imagination des sich vorstellbaren und des sich nicht vorstellbaren. Keiner der vier Zutaten der Zeit, mit Ausnahme des Momentes, kann mit dem anderen Inhaltsstoff zusammenleben. Sie sind in ihrem Inneren zu grundsätzlich, zu verschieden.
Jetzt, da ein jeder in seinem eigenen Raum verweilt, kann sich der Mensch ganzheitlich und frei entfalten. Im Leben eines Menschen müssen die Räume strickt getrennt werden. Im Tod jedoch zerfällt das Haus der vier Dimensionen und es bleibt nur eine, für das menschliche Auge endlos reichende, Dunstwolke der Zeit übrig.
Der Staub der Zeit verflüchtigt sich niemals. Für immer bleibt er in der ewigen Wüste des Geschehenen hängen. Und kein Funken Leben gelangt auf dieses verdammten Friedhof der vier Brüder. So rieselt ein Sandkorn nach dem anderen den Hang des Ge - Lebten herunter, feststellend, dass das, was das Leben lebendig und lebenswert macht, die Gegenwart und der Moment ist; dass das, was das Lebens erstrebenswert macht, die Zukunft ist; und dass das, was bleibt, die Vergangenheit ist. Nur im Tod sind die vier Geschwister vereint.
Warum also, sollte der Tod nicht eine Vervollkommnung des Lebens sein?
Die Zeit ist die vierte Dimension, des sich vorstellbaren. Dennoch gibt es nur drei verschiedene Arten der Zeit. Es ist eine Lüge, dass man alle drei Stufen durchlebt. Man er – lebt nur die Gegenwart, indem man den Moment lebt. Die Zukunft zu greifen, zu durchleben im wörtlichsten Sinne ist ebenso unmöglich wie die Vergangenheit rückgängig zu machen, Geschehenes zu wiederholen oder Durch - Lebtes aus dem Schleier des Todes zu bergen. Es ist das einfachste Gesetz der Zeit: Man lebt im Jetzt. Dieses Gebot, verleiht der Zeit ihre vierte Dimension. Es ist der Moment, der der Zeit ihr fehlendes Element zuerteilt. Die Gegenwart, das zweite Element, kann überall und alles sein, allein der Moment ist das feine Detail, das nur das Ich erlebt. Er ist die besondere Note, die einem im Jetzt den nötigen Halt gibt, dass dem einsam, leidenden Ich das Leben nicht aus der Hand gleitet.
Auch der Moment erscheint im Dreierpack; seine beiden Brüder sind die Erinnerung und der Traum. Die Erinnerung schenkt einem Bilder, Gefühle und Gedanken der Vergangenheit. Auch die Erinnerung kann Kraft geben, ist jedoch immer von einer Trauer, des längst verlorenem überschattet. Selbst Träume von einer glücklichen und spannenden, Erfolg versprechenden Zukunft lassen einen auf besseres hoffen und somit glücklich erscheinen, bleiben jedoch von der ständigen Angst des Unerreichbaren im unantastbaren Nebel der Zeit verborgen.
Die in den zweiten Raum fliehenden Seelen, wähnen sich glücklich, während sie das Leben riechen, nicht wissend, dass sie eines unbestimmten Tages, an den verfluchten Ort, der Verlassenheit zurückkehren müssen, dem sie soeben, voller Vorfreude auf das ihnen bevorstehende, entschwebten. Alles endet in der stillen Toten Kammer der verhassten und doch so wertvollen, längst vergessenen Vergangenheit.
Die Welt wäre nicht so, wie sie Heute ist, hätte die Menschheit nicht aus der Vergangenheit gelernt und rationale sowie zukunftsorientierte Rückschlüsse gezogen!
Dieser zweite Raum der Zeit ist Licht durchflutet. Überall ist Leben. Warme Bilder voller Schönheit und Lust bilden eine, ebenfalls unendlich erscheinende, Galerie des gerade erlebten. Ein wunderbares Durcheinander voller Glück, Trauer, Verlangen und Gefühltem. Man findet wenig Weisheit, eher Spontaneität und Lebenswille. Es werden Fehler gemacht. Es wird gestritten. Es wird sich geliebt, so verzweifelt, als gebe es keinen Morgen. Die Dummen versuchen krampfhaft den Moment festzuhalten, einzufangen. Die Klugen leben ihn, genießen ihn mit all seinen Vorzügen und Nachteilen. Der Moment ist allgegenwärtig. Das einzige Gesetz. Auch das ist einengend. Mancher ist unzufrieden. Träumt von einer besseren Welt. Einer formuliert eine Utopie. Seine Seele wird verhaftet. In die Zukunft seiner formulierten Utopie verbannt. Andere wollen folgen. Sie sehnen sich nach der Freiheit, ihre Träume so ausleben zu können wie sie es wollen. Eine Wolke durchsichtigen Rauches, des noch zu erlebenden schwebt, von niemandem aufgehalten, durch gläserne Scheiben, dem letzten Raum entgegen. Wie man das Eiweiß vom Eigelb trennt, so trennt sich jetzt also die Zukunft von der Gegenwart. Sie schnellt über die Köpfe derer, die noch im Begriff sind, den Moment zu feiern, hinweg in ihre wirkliche Zugehörigkeit; der grenzenlosen und unermesslichen Imagination des sich vorstellbaren und des sich nicht vorstellbaren. Keiner der vier Zutaten der Zeit, mit Ausnahme des Momentes, kann mit dem anderen Inhaltsstoff zusammenleben. Sie sind in ihrem Inneren zu grundsätzlich, zu verschieden.
Jetzt, da ein jeder in seinem eigenen Raum verweilt, kann sich der Mensch ganzheitlich und frei entfalten. Im Leben eines Menschen müssen die Räume strickt getrennt werden. Im Tod jedoch zerfällt das Haus der vier Dimensionen und es bleibt nur eine, für das menschliche Auge endlos reichende, Dunstwolke der Zeit übrig.
Der Staub der Zeit verflüchtigt sich niemals. Für immer bleibt er in der ewigen Wüste des Geschehenen hängen. Und kein Funken Leben gelangt auf dieses verdammten Friedhof der vier Brüder. So rieselt ein Sandkorn nach dem anderen den Hang des Ge - Lebten herunter, feststellend, dass das, was das Leben lebendig und lebenswert macht, die Gegenwart und der Moment ist; dass das, was das Lebens erstrebenswert macht, die Zukunft ist; und dass das, was bleibt, die Vergangenheit ist. Nur im Tod sind die vier Geschwister vereint.
Warum also, sollte der Tod nicht eine Vervollkommnung des Lebens sein?
Sonntag, 8. Januar 2012
Stierkampf
Es ist ein Spektakel das seinesgleichen sucht! Eine Mixtur aus Tradition und Grausamkeit und Begeisterung. So blutig und doch so faszinierend. So veraltet und doch so fesselnd. So grob und doch so graziös. Ein Erlebnis.
Es begann mit einer Marinera zu Pferd. Schon allein für diese seltene Präsentation des Peruanischen Nationaltanzes, hatte es sich gelohnt das viele Geld auszugeben. Das Stadium, einem Kolosseum ähnelnd, ist fast voll. Menschen verschiedenster Gesellschaftsschichten drängen sich Hintern an Hintern auf die kalten Steinsitze. Viele in traditionellen Kleidern, so wie die Tänzer, Kämpfer und deren Helfer, fast alle mit den bekannten Strohhüten auf dem Kopf, alle mit einer beeindruckenden, flammenden Begeisterung im Herzen. Um zwei nach wird das Volk laut - Stierkämpfe müssen sogar in Peru auf die Sekunde genau anfangen!!! Es öffnet sich das Tor gegenüber dem Kampfrichter. Drei Männer in Schwarz, zwei zu Pferd einer zu Fuß treten heraus. Der Mann zu Boden trägt einen großen, alten, symbolischen Schlüssel in der Hand. Damit wird, nach dessen Erlaubnis, die Tür unter dem Kampfrichter, aus welcher die Stiere stürmen, geöffnet. Jetzt kommen die drei Stierkämpfer. Jeweils mit vier Helfern. Vier Picadores zu Pferd. Vier Bandalleros. Und einer Herde anderer Helfer. Sie begrüßen den Kampfrichter, das Volk und werden, von ebendiesem, gefeiert. Ein jeder verzieht sich in seine Ecke, die Frauen breiten Tücher aus, die die Farbe und das Wappen des jeweiligen Kämpfers tragen und sie unterstützen sollen.
Der erste von sechs Kämpfen beginnt. Der Stierkämpfer fragt den Richter um die Erlaubnis zu kämpfen. Dieser nickt und so öffnet der Kämpfer das Tor, aus dem so dann der Stier heraus gestürmt kommt. In dieser ersten Phase des Kampfes beweist der Kämpfer seinen Mut. Er testet den Stier und spielt mit ihm. Es wird mit einem lila Tuch gekämpft. Bald gibt der Richter, den Picadores ein Zeichen, die sofort angeritten kommen. Sie tragen Lanzen, womit sie den Stier mit einigen gezielten Stichen schwächen und gleichermaßen reizen. Sie verschwinden wieder und der Kampf geht weiter. Unterdessen kommentiert das Volk den Kampf. Sie brüllen Bravo, fordern mehr Aktion oder bemängeln eventuell begangene Fehler. Die Leute sind ein enorm wichtiges Attribut, da sie einiges an Einfluss auf den Kampf haben. So fordern sie z.B. die Kapelle zum Spielen auf wenn der Stierkämpfer ein guter ist, oder fordern diesen auf seinen Kampf in die Mitte der Arena zu verlegen, was dieser, dem Volk gehörig, seines Einflusses wegen, auch meistens tut. Sogar der Kampfrichter beugt sich manchmal der Stimme des Volkes, wenn es um die Belohnung geht, die der Kämpfer nach einem sehr guten Kampf bekommt. So geben sie sich unter Umständen nicht nur mit einem Ohr des Stieres zufrieden und schreien so lange, bis der Richter dem Helden noch ein zweites oder sogar den Schwanz, die höchste Auszeichnung, zugesteht. Unterdessen sind die Bandalleros dran. Sie wagemutigen Männer stürmen auf den Stier zu und stechen diesem zwei, mit Widerhaken bestückte, Speere in den Rücken. Davon bekommt er drei. Jetzt tauscht der Stierkämpfer sein Tuch. Nun kommt das berühmte rote zum Einsatz. In diesem zweiten Teil des Kampfes beweist der Kämpfer sein Geschick, in dem er versucht den Kopf des Stieres möglichst lange gen Boden gerichtet zu halten. Begleitet von Pirouetten, Kniefällen und anderen Kunststücken versucht der Kämpfer die Gunst des Volkes zu ergattern und die Reaktion des Stieres zu testen. Wenn er für das Finale bereit ist, tauscht er sein Schwert in eines mit gebogener Spitze und versucht sich nun gegenüber dem Stier zu positionieren. Kurz bevor dem entscheidenden Stich ins Herz des Stieres wird das Volk ganz ruhig. Es ist ein Gänsehaut machendes Gefühl wenn plötzlich die Musik aufhört zu spielen und 40000 Menschen ganz still sind. Alle warten auf den letzten Akt des Kampfes. Der Kämpfer muss den Stier dazu bringen seinen Kopf Richtung Boden zu neigen, so dass er ihm in den Rücken stechen kann, wo sich sein Herz befindet. Gelingt das empfängt ihn ein Jubelsturm, wenn nicht hat er verloren. Der Stier sackt zu Boden, kämpft noch manchmal um sein Leben, das ihn aber so oder so verlieren wird und wird dann von zwei, drei gezielten Stichen eines Dolches getötet, damit er nicht sehr leiden muss. Je nach dem wie gut der Kampf war folgt nun die Siegeszeremonie des Kämpfers, oder nicht, die Belohnung, oder nicht und ein neuer Kampf beginnt.
Manche finden das eine Grausamkeit die unterbunden werden muss. Der Kampf ähnelt einem Massaker, da haben sie Recht! Trotzdem überwiegt für mich die Kunst und Tradition. Es ist wahrscheinlich Ansichtssache, wie so vieles im Leben. Es war ein beeindruckendes Erlebnis, was ich in meinen Erfahrungen, die ich in Südamerika gemacht habe und machen werde, nicht missen möchte. Wer sich mit mir darüber unterhalten will, ruft mich an!
Freitag, 6. Januar 2012
Meldung
Liebe Freunde,
Ja, ich lebe noch! Da meine Kreative Phase momentan einen kleinen Durchhänger hat, wahrscheinlich liegt es an der, plötzlich über Lima hereingefallenen, beihnahe die Luft zum atmen verbrennende Hitze, dass ich also auf das veralterte, aber dennoch nützliche, Stilmittel des Berichts zurückgreifen muss!
In der vergangenen Zeit habe ich viel gesehen von Peru, da ich mir einiges an Ferien genommen hatte. Zuerst war ich über ein Wochenende mit meiner Freundin im Dschungel bei La Merced, was großartig war. Nicht nur weil wir unseren ersten gemeinsamen Urlaub überstanden haben, sondern auch der unglaublichen Flora und Fauna wegen, die einem förmlich den Atem stiehlt. Eine andere Welt.
Die Woche vor Weihnachten und die Feiertage war ich in und um Arequipa. Die zweit größte Stadt Perus, in den Bergen im Süden. Dort sah man atemberauschende, dem Mond ähnelnde Lanschaften, riesige Berge und die beiden tiefsten Canyons der Welt, durch den ich mit der Freundin, mit der ich den Urlaub zusammen gemacht habe, durchgestiefelt bin! Arequipa ist die erste Stadt in Peru die ich gesehen habe, die auch architektonisch etwas bieten kann. Heilig Abend habe ich, ohne den in Deutschland üblichen Brauch, die Familie allerdings schon vermissend, mit fünf Freunden auf einer Dachterasse gemütlich gefeiert. Schön war's!
Weiter ging's in den Norden nach Trujillo, ab da wieder mit Freundin und von Huanchaco bis hoch nach Mancora. Dort wurde ich leider krank und verbrachte die Tage vor und nach Silvester größtenteils im Bett. Wie ein Wunder wurde ich allerdings um die Jahreswende für kurze Zeit einigermaßen fit, so dass ich um 12 dann, das neue Jahr feiernd, ins Wasser gerannt bin und ein Neujahrsbad genommen habe. Witzig Silvester im Meer baden zu können!
Jetzt bin ich wieder in Lima, gesund und munter. Arbeite meine Stunden, Tage und Wochen ab und "genieße" den Sommer!
Ich hoffe, dass sich meine Kreativität an die Hitze gewöhnt und bald wieder neue Texte entstehen.
Alles Liebe,
Euer Jonathan
Ja, ich lebe noch! Da meine Kreative Phase momentan einen kleinen Durchhänger hat, wahrscheinlich liegt es an der, plötzlich über Lima hereingefallenen, beihnahe die Luft zum atmen verbrennende Hitze, dass ich also auf das veralterte, aber dennoch nützliche, Stilmittel des Berichts zurückgreifen muss!
In der vergangenen Zeit habe ich viel gesehen von Peru, da ich mir einiges an Ferien genommen hatte. Zuerst war ich über ein Wochenende mit meiner Freundin im Dschungel bei La Merced, was großartig war. Nicht nur weil wir unseren ersten gemeinsamen Urlaub überstanden haben, sondern auch der unglaublichen Flora und Fauna wegen, die einem förmlich den Atem stiehlt. Eine andere Welt.
Die Woche vor Weihnachten und die Feiertage war ich in und um Arequipa. Die zweit größte Stadt Perus, in den Bergen im Süden. Dort sah man atemberauschende, dem Mond ähnelnde Lanschaften, riesige Berge und die beiden tiefsten Canyons der Welt, durch den ich mit der Freundin, mit der ich den Urlaub zusammen gemacht habe, durchgestiefelt bin! Arequipa ist die erste Stadt in Peru die ich gesehen habe, die auch architektonisch etwas bieten kann. Heilig Abend habe ich, ohne den in Deutschland üblichen Brauch, die Familie allerdings schon vermissend, mit fünf Freunden auf einer Dachterasse gemütlich gefeiert. Schön war's!
Weiter ging's in den Norden nach Trujillo, ab da wieder mit Freundin und von Huanchaco bis hoch nach Mancora. Dort wurde ich leider krank und verbrachte die Tage vor und nach Silvester größtenteils im Bett. Wie ein Wunder wurde ich allerdings um die Jahreswende für kurze Zeit einigermaßen fit, so dass ich um 12 dann, das neue Jahr feiernd, ins Wasser gerannt bin und ein Neujahrsbad genommen habe. Witzig Silvester im Meer baden zu können!
Jetzt bin ich wieder in Lima, gesund und munter. Arbeite meine Stunden, Tage und Wochen ab und "genieße" den Sommer!
Ich hoffe, dass sich meine Kreativität an die Hitze gewöhnt und bald wieder neue Texte entstehen.
Alles Liebe,
Euer Jonathan
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