Neben meinen Berichten wie es mir geht und was ich so mache, möchte ich auch ab und zu, so lange Zeit, Kraft und Lust reichen spezielle Beiträge über die Besonderheiten in Lima und Peru verfassen. Heute also der Verkehr.
Obwohl ich noch nicht lange da bin habe ich schon einige Eindrücke bekommen. Zuerst einmal: Ich liebe ihn!
Jeder weiß wie viele Regeln es in Deutschland gibt und wie viele auch so sinnlos sind! In Lima gibt es nur eine Regel: Das es keine Regeln gibt!!!
Weder Rechts vor Links noch Rechtsfahrgebot noch Rechtsüberhohlverbot noch Ampeln...das schöne ist, dass es trotzdem funktioniert und zwar erstaunlich gut! Je schwächer man ist, desto weniger Rechte hat man, das ist vielleicht eine Regel. Fußgänger schauen am besten IMMER wenn sie über die Strasse gehen, auch am Zebrastreifen und es kann auch mal gut sein, dass ein Kleinwagen in voller Fahrt heftig abbremsen muss weil ein Bus der halten möchte vor im einschert!
Schön zu beobachten ist auch, dass die Peruaner, die eigentlich ein sehr ruhiges Völkchen sind, sobald sie in ein Auto gestiegen sind, nicht mehr ruhig sind. Plötzlich kommt das Feuer in Ihnen hoch und dann wird geschimpft und gehupt und geschrieen und gestikuliert und alles ist ganz hektisch.
Bus zu fahren ist ein Ereignis, noch krasser sind die kleineren und am besten sind die colectivos. So groß wie ein Taxi nur mit einer festen Rute in das sich manchmal 10 Menschen quetschen. Anschnallen muss man sich generell nicht, ausser vorne, außerdem stört es den Taxifahrer wirklich nicht ob dann plötzlich 10 Leute vor ihm stehen, irgendwie geht es immer! Zudem sieht man die größten Schrottbollen, die bei uns wahrscheinlich nicht mal mehr die dunkelrote Umweltplakette bekommen würden! Ein herrliches Erlebnis und so voller Energie und Lebensfreude, dass ich manchmal wirklich dabei erwische wie ich einfach nur dastehe und zuschaue!
Dienstag, 30. August 2011
Angekommen
Hola,Hier bin ich also, in Lima, Peru! Nach letzten aufregenden Tagen in Deutschland habe ich von allen Abschied genommen und bin am Donnerstag morgen in den Flieger gestiegen. Nach 20 Stunden Reisezeit war ich dann abends um Neun in Lima angekommen. Dort haben mich meine Chefin, Verena, mein Vorgänger und ein Jugendlicher abgeholt. Zuhause angelangt, ich habe ein Zimmer in einem Mietshaus, ging ich sofort schlafen. Am nächsten Morgen bin ich um Neun in die Einrichtung und wurde allen vorgestellt. Marc, mein Vorgänger hat mir alles gezeigt und mich ein bisschen eingewiesen. Abends war ich dann mit den Jugendlichen Fussball spielen. Der Samstag war ähnlich lang und anstrengend obwohl ich nicht viel gemacht habe aber die Umstellung braucht doch einige Tage. Sonntag war morgens ein Halbmarathon dein einige Jugendlichen gelaufen sind und bei dem ich Fotos gemacht habe. Anschließend hatte ich frei und bin nach San Christoforus ,zu einer Gruppe Freiwilliger gegangen die ich vom Vorbereitungsseminar her kenne, gegangen. Montag war Reunion in der meine Vorstellung stattfand, anschließend waren wir essen und dann habe ich mit Marc einige Besorgungen erledigt. Da heute Feiertag ist bin ich wieder nach San Christoforus gefahren und bin mit drei Freundinnen auf eine Strassenfeier im "Gettho" gegangen. Mitten auf einer Straße war eine Bühne aufgebaut und vom Säugling bis zum Greis haben sie alle getanzt und gefeiert. Um Null Uhr kamm dann die erste Vaca loca, eine Kuh aus Bambus gebaut und mit Feuerwerk die ein ausgewählter tragen darf und damit die Menge verrückt macht. Das geht dann vier mal so bis die große angezündet wird. Sie ist ungefähr sechs Meter hoch und brennt ca. 10 min. Das alles ist zu ehren von Santa Rosa de Lima der Schutzpatronin vom Lima die schon mit 32 heilig gesprochen wurde. Auf jeden Fall ein Erlebnis! Wie ihr hört geht es mir sehr gut und ich geniesse es ziemlich.
Ich hoffe ihr seid auch alle wohlauf. Bis bald,
Euer,
Jonathan
Ich hoffe ihr seid auch alle wohlauf. Bis bald,
Euer,
Jonathan
Abonnieren
Posts (Atom)