Dienstag, 30. August 2011

Verkehr

Neben meinen Berichten wie es mir geht und was ich so mache, möchte ich auch ab und zu, so lange Zeit, Kraft und Lust reichen spezielle Beiträge über die Besonderheiten in Lima und Peru verfassen. Heute also der Verkehr.
Obwohl ich noch nicht lange da bin habe ich schon einige Eindrücke bekommen. Zuerst einmal: Ich liebe ihn!
Jeder weiß wie viele Regeln es in Deutschland gibt und wie viele auch so sinnlos sind! In Lima gibt es nur eine Regel: Das es keine Regeln gibt!!!
Weder Rechts vor Links noch Rechtsfahrgebot noch Rechtsüberhohlverbot noch Ampeln...das schöne ist, dass es trotzdem funktioniert und zwar erstaunlich gut! Je schwächer man ist, desto weniger Rechte hat man, das ist vielleicht eine Regel. Fußgänger schauen am besten IMMER wenn sie über die Strasse gehen, auch am Zebrastreifen und es kann auch mal gut sein, dass ein Kleinwagen in voller Fahrt heftig abbremsen muss weil ein Bus der halten möchte vor im einschert!
Schön zu beobachten ist auch, dass die Peruaner, die eigentlich ein sehr ruhiges Völkchen sind, sobald sie in ein Auto gestiegen sind, nicht mehr ruhig sind. Plötzlich kommt das Feuer in Ihnen hoch und dann wird geschimpft und gehupt und geschrieen und gestikuliert und alles ist ganz hektisch.
Bus zu fahren ist ein Ereignis, noch krasser sind die kleineren und am besten sind die colectivos. So groß wie ein Taxi nur mit einer festen Rute in das sich manchmal 10 Menschen quetschen. Anschnallen muss man sich generell nicht, ausser vorne, außerdem stört es den Taxifahrer wirklich nicht ob dann plötzlich 10 Leute vor ihm stehen, irgendwie geht es immer! Zudem sieht man die größten Schrottbollen, die bei uns wahrscheinlich nicht mal mehr die dunkelrote Umweltplakette bekommen würden! Ein herrliches Erlebnis und so voller Energie und Lebensfreude, dass ich manchmal wirklich dabei erwische wie ich einfach nur dastehe und zuschaue!

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