Dienstag, 6. Dezember 2011

VerkehrsVerzweiflung


Den Verkehr beschrieb ich schon einmal als sehr chaotisch und wahnsinnig verrückt. Vor allem in den Stoßzeiten quetschen sich alle die ein Auto besitzen, neben den unzähligen Taxis und vollen Combis und Bussen auf die Straßen. Dann geht an vielen Verkehrsknoten nichts mehr. Bedeutet. Stillstand. Manchmal für einige Minuten. Was aber nicht heißt, dass es dann leise ist. Nein! Da wird gehupt und geschimpft und die Motoren heulen auf. Es ist ein ganz faszinierender Klangteppich! Der manchmal unglaublich auf die Nerven gehen kann! Und ganz manchmal. Hört man eine Sirene. Eine laute, heulende, verzweifelte Sirene, die ihrem Wunsch, Platz zu bekommen mit einem, noch lauterem, Hupen unterstreicht. Es ist das Martinshorn des Krankenwagens, der von irgendwo plötzlich aufgetaucht ist. Das Problem: Er kommt nicht durch! Einmal saß ich im Bus am Fenster und plötzlich stand dieses schreiende und hupende Ungetüm neben mir und kam einfach nicht durch den dichten Verkehr. Da spürte ich förmlich das immer schwächer klopfende Herz des Kranken und fühlte die Wut der Ärzte. Jede Sekunde zählt. Ich war wie gelähmt. Habe den Schmerz mitgefühlt und mir wurde ganz flau. Als ich mich im Bus umschaute hatte sich nichts verändert. Alles wie immer. Ist normal für Peruaner. Irgendwann kämpft er sich ein bisschen nach vorn. Dann noch ein Stück. Jetzt die Kreuzung passieren und kleinere Straßen nehmen. Das Problem hier: Die Geschwindigkeitsbegrenzenden Betonhubbel, die alle 50 Meter auf die Straßen geklatscht wurden! Aber sie haben es geschafft den Verkehr fürs erste zu umgehen. Ein Glück! Hoffentlich kommen sie noch pünktlich…

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