Wenn ich durch die Straßen laufe schaue ich mich um. Nehme wahr. Wie ist es hier, im Vergleich zu dort. Aber nichts. Nichts kann man vergleichen. Überall ist es anders. Neu. Ungewohnt. Befremdlich? Nicht mehr sehr. Manchmal. Abends wenn es dunkel ist und dunkle Gestalten durch die Gassen wandeln. Nur dann.
Ich finde mich gut zurecht. Mittlerweile! Trotzdem. Es dominiert das Prinzip: Haben und Nicht-Haben. Manchmal. Wenn ich im Mikro stehen muss. Sehe ich nur den Boden der Straße. Nichts mehr. Und allein daran lässt sich schon vage der Stadtteil erraten. Auch an den Pärken und Rasenflächen. Sind sie gepflegt. Bin ich in einem gutem Viertel. Wenn nicht. Ja…Dann nicht! Je mehr Schlaglöcher es gibt…Ist auch klar! Sogar. In den besseren Vierteln darf nicht gehupt werden! Bei Geldstrafe. Gemacht wird es trotzdem. Leiser. Dennoch.
Bessere Autos, schönere Häuser, gepflegtere und teurer gekleidete Menschen, mehr Europäer und Amerikaner! Zieren das Bild eines besseren Stadtviertels. Komisch! Aber so ist das.
Die Leute schauen. Schauen mehr. Wenn ich durch schlechtere Viertel laufe. Sowieso. Es gibt mehr dunkle Gestalten. Drogendealer. Kriminelle. Arme. Hat aber auch sein Reiz. Kennt man nicht aus Deutschland. Es ist der Nervenkitzel, der mich packt!
Viele sagen es sei gefährlich. Kann sein. Muss aber nicht. Ich höre das zu oft. Und jedes Mal. Fühle ich mich schlechter. Schlechter als ohne diese hilfreichen Kommentare. Si gracias, pero eso todavia yo se! Trotzdem. Auf manche Ratschläge sollte man hören. Ist schwierig für mich. War neulich im so genannten gefährlichsten Teil von Lima. Alleine. In der Dämmerung. Und? Jawohl. Ich lebe! Manche sagen „Glück“. Kann sein. Muss nicht. Kann auch. Anpassung. Regeln beachten. Genannt werden. Find ich fairer. Würde es ja nicht machen, würde ich mich in offensichtliche Gefahr bringen. Darf das nicht. Töricht. Wäre das. Dennoch. Aufpassen. Wachsam sein. Immer.
Aber trotzdem. Die Kontraste sind gewaltig. Die einen versinken im Müll und Dreck. In den anderen wird fast 24 Stunden lang geputzt. Auch mit Wasser. Das wertvolle Gut, was andere nicht einmal fließend besitzen. Oder Parkanlagen werden pingeligst gepflegt. Stundenlang gewässert…Das witzige ist. Die armen Viertel finde ich meist schöner. Die gewaltige Farbenpracht der Häuser. Die an den Hängen, hängen! Ist im Vergleich. Zu den Hochhäusern. Und Bonzenvillen. Die grau. Beinahe wie tot auf den gut geteerten Straßen stehen. Ein Traum. Einfach nur. Wunderschön.
Ich sehe viel. Schlucke viel. Die Stadt nimmt einem. Manchmal. Wortwörtlich. Den Atem. Trotzdem. Schön. Beeindruckend. Lima hat ganz einfach seinen eigenen Charme. Und ist man ihm verfallen. Kommt man nicht mehr von ihr los. Ich bin es bereits!
Lieber Jonathan!
AntwortenLöschenVerwirren. Fasziniert mich. Ein gefühl der Klarheit. Mehr kreativ und intelligent. Deine Texte hier auf deine Blog verschaffen Eindruck. Ich fühle wie dir die Gedanken durch den Kopf pfeifen. Und doch kann ich es nicht ganz verstehen. Wie du vermutlich auch. Wenn alles neu ist.
Also wenn du mal meinen Blog überfliegst, dann wirst du sehen, dass ich recht lange Sätze mache, die sich tief ineinander Verschachteln und manchmal sogar ein gewisses "future" besitzen, wodurch sie mitten im Satz die Gramatikalische Struktur verändern. Doch dein Stil gefällt mir sehr und das lustige ist, er passt du den Fotos, die ich von dir gemacht habe. Du bist einfach ein mann des Stielen.
Noch eine ganz schöne Zeit in Peru.